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Weniger - mehr

Impuls vom 3.3.2021

Fasten ist weniger:
weniger Süßigkeiten,
weniger Alkohol,
weniger Fernsehen,
weniger Internet,
weniger ...

Fasten ist mehr:
mehr innere Ruhe,
mehr Besinnung auf das Wesentliche,
mehr Zeit für andere, für mich, für Gott,
mehr Staunen über die Natur,
mehr bewusstes Leben,
mehr Dankbarkeit für sonst so Selbstverständliches,
mehr ...

Was ist Fasten für mich?

Balkenwaage

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Es REICHt!

Da steht er... Jesus mitten in der Markthalle.
Im Trubel der Händler und der Pilger.
Mitten im Alltagsgeschäft.
Mitten im Tempel.

Hörend, den Blick schweifend,
Faust nicht in der Tasche,
sondern bereit zum Kampf.

Einer, der sagt: Es reicht!
Das Haus meines Vaters
soll zum Haus des Gebetes werden,
nicht des Geldes.

Empörende Schreie, tötende Blicke:
„Was ist das für einer?“
Der unser System ins Wanken bringt?
Der sich gegen die Gesetze wendet?
Der einen Tempel in drei Tagen wieder aufrichtet?

Wo ist einer, der heute sagt: Es reicht!
Reißt den Tempel nieder
aus Ängsten, Ausgrenzung,
aus Selbstzweifel und Sorge,
aus Macht und Vorurteilen!

Ich selbst werde ihn aufrichten.

Welchen Tempel reißen wir nieder?

Du Gott,
der Menschennahe und Barmherzige,
machst den Menschen
zum Ort deiner Gegenwart,
damit dein Reich unter Menschen wird.

für die Gemeindeleitung
Tetyana Lutsyk

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Eine starke Zäsur nach langer Zeit: Abschied

Pfarrer Josef Voß

Vor 25 Jahren bin ich zum Pfarrer in St. Martinus ernannt worden, vor 23 Jahren zum Pfarrer in St. Heinrich, vor 10 Jahren zum Pfarradministrator - und anschließend Pfarrer - in St. Laurentius. Jetzt habe ich nach vielen Erwägungen und Gesprächen den Bischof von Aachen gebeten, mich von diesen Ämtern zu entbinden. Der Bischof hat diese Bitte um Entpflichtung zum 1. September 2021 angenommen.

Der Grund für meine Bitte um Entpflichtung liegt auf der Hand: Die Kraft reicht nicht mehr aus.

Pastor sein ist so vielschichtig: Verkündigung des Glaubens, Begleitung von Menschen – vor allem in Krisen- und Leidsituationen, Spendung der Sakramente, offen sein für konkrete Anfragen und Bedürfnisse, Nachgehen von Enttäuschten, Befriedung von Konflikten, Zusammenhalten der Verschiedenen - Pfarreien, Gruppen, Einzelnen; Feiern von Festen, Wertschätzung der Engagierten, Koordinieren von Aufgabengebieten und Interessen, Mitleiden mit den Geprüften, Mitnehmen der Langsamen und Bremsen der Schnellen, Verständnis für die Konservativen und die Progressiven, Brückenbauen, Mut machen, Solidarität bezeugen, repräsentieren, Optimismus ausstrahlen, Überzeugung verbreiten… – und bei all dem sich selbst nicht verlieren. Und dann noch der unendliche Wust an Gremienarbeit, Sitzungen, Protokolle lesen, Kontakte pflegen in die GdG, in die Region, zum Bistum, zu den gesellschaftlichen Gruppen in den Stadtteilen…

Gerne hätte ich meine Entscheidung erst im Alter von 70 Jahren wahr gemacht. Aber das wird nicht gehen. Die Zeit für die starke Zäsur der Veränderung ist jetzt.

Im Leben der Pfarreien wird sich einiges ändern, ohne dass wir heute darüber Genaues sagen können. Fragen stehen im Raum: Wird ein neuer Pfarrer kommen? Wäre er bereit, das Gemeindeleitungsmodell, das wir seit 2012 praktizieren, fortzuführen? Oder gibt es alternative Modelle ohne Pfarrer – für eine kurze oder längere Zeit? Welche Rolle spielt dabei der in 2021 zu Ende gehende Bistumsprozess?

In meinem Leben wird sich ebenfalls einiges ändern. Auch für mich stehen viele Fragen im Raum: Wie wird es weitergehen? Wo kann ich meine Hilfe anbieten und seelsorgerisch tätig sein? Wie sieht mein letzter Lebensabschnitt aus? Im Moment gibt es auch hier noch keine Klarheit.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Erleichterung darüber, dass ein Ende der Überforderung in Sicht ist, und der Wehmut darüber, dass ich zum September unsere Gemeinden werde verlassen müssen. Aber es gibt keine Alternative zu der gefällten Entscheidung.

Ich habe die Gemeindeleitung über meine Entscheidung und die Zustimmung des Bischofs informiert, ebenfalls die drei Kirchenvorstände. Ich hätte es gerne genauso in den Gottesdiensten Mitte Januar persönlich für die Anwesenden getan. Aber die Einschränkungen wegen der Pandemie haben es mir verwehrt. Deshalb soll diese Nachricht im DreiKlang und im Internet nun alle übrigen erreichen.

Ich bitte sehr um Verständnis für meinen Schritt, der mir schwer fällt, aber auch richtig erscheint. Ich setze auf möglichst viel Normalität für die Zeit, die uns noch miteinander bleibt.

So schaue ich mit Weh-Mut in die Zukunft und grüße alle sehr herzlich!

Josef Voß

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