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Der Heilige Geist ist kein Erbsenzähler

Mitten im Mai feiern wir das Fest der Großzügigkeit, der Kraft und der Dynamik: Pfingsten.
Gott wirft seinen Geist über seine Schöpfung, schleudert ihn in die Welt, schüttet ihn in jedes Leben ein.

Man kann nicht kraftvoll genug davon sprechen. Und schreien müsste man. Und laut lachen und singen. Denn der Heilige Geist kommt nicht, wie man Medizin verabreicht: zehn Tropfen, drei Mal täglich. Er kommt gewaltig.

Alles Kleinliche und Berechnende ist gegen seine Natur. Es ist nicht aus ihm.

Wenn wir rechnen, wieviel Geld der eine dem anderen gibt, damit der andere entsprechend viele Flüchtlinge zurücknimmt – dann ist das menschenunwürdig und unchristlich. Profitabel mag es sein.
Wenn wir rechnen, wie klein das Zeitmaß für die Pflege unserer Alten und Kranken sein muss, damit sich unser System rentiert, dann ist das menschenunwürdig und unchristlich. Profitabel mag es sein.

Heiliger Geist ist nie profitorientiert. Er ist auch kein Erbsenzähler. Er geht immer aufs Ganze. Er ist verschwenderisch und lebendig. Und deshalb brauchen wir ihn!

J. Voß
Pfarrer