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Das Fest fällt aus?

Eigentlich, ja eigentlich sollte Pfingsten 2020 ein ganz großes Fest gefeiert werden. Nein, ich denke jetzt nicht an das Ereignis, das wir jährlich wiederkehrend 50 Tage nach Ostern begehen. Das findet auf jeden Fall statt. Der Hl. Geist erkrankt nicht und muss auch nicht in Quarantäne.

Mit Pfingsten verbindet sich für mich noch etwas Anderes, etwas, das auch ganz viel bewegt hat und heute ein Teil der Geschichte Aachens und sogar weit darüber hinaus ist.

Denn in der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag 1845, also vor 175 Jahren, fand Gertrud Frank, eine gute Freundin der Aachener Fabrikantentochter Franziska Schervier, endlich den Mut, Franziska von einer nächtlichen Vision zu erzählen.

In dieser Pfingstnacht erfährt Franziska, dass der gegeißelte und geschundene Jesus von ihr die Gründung einer Gemeinschaft erwartet, um seine Wunden zu heilen.

Wenn auch nicht sofort, Franziska Schervier, von der Liebe zu Gott und vom Heiligen Geist erfüllt, kam diesem Auftrag nach. Wunden heilen – Gottes Wunden heilen – geht das? Es geht, indem wir die Wunden der Menschen heilen.

Können wir das?
Die Corona-Krise hat gezeigt, dass wir das können. Mit „wir” meine ich nicht die Schwesterngemeinschaft, sondern die Menschen, die in der Corona-Krise für andere da sind und „Wunden heilen” schon längst leben.

Das große Fest fällt nicht aus. Es findet anders statt: still und mit dankbarem Herzen.

Sr. M. Irmtraud Thurn SPSF