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Leitgedanken

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Oktober 2002 zu finden:

Anno Domini Nostri Iesu Christi,
„im Jahre unseres Herrn Jesus Christus” 2020

Diese Formulierung beinhaltet kurz und knapp, worin wir uns als Christ*innenbewegen:
In der Überzeugung des Glaubens, dass wir in jedem Jahr, in jeder Stunde, in jeder Minute in Gottes Hand geborgen sind. Er schreibt mit uns – wir schreiben mit Ihm die Geschichte des Lebens – von der Geburt (Weihnachten) bis über den Tod hinaus (Ostern).
Segen is coming Das Jahr „Anno Domini” 2020 möchten wir gemeinsam mit allen, die sich in unseren Pfarreien engagieren, mit denen, die als Gottesdienstgemeinde den Sonntag feiern und allen die unseren Gemeinden verbunden sind,beginnen.
Wir laden Sie herzlich ein zum
Neujahrsempfang am Sonntag, 12.Januar 2020 in St. Philipp Neri.
Der Festgottesdienst beginnt um 19.00 h und wird musikalisch vom Chor Cordial gestaltet.
Im Anschluss ist bei einem Glas Sekt oder Saft die Gelegenheit auf das neue Jahr anzustoßen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Michael Loogen, Gemeindereferent

Grenzen los werden

offene Grenzen Die Grenze zwischen Aachen und Vaals – heute an vielen Stellen gar nicht mehr sichtbar, an anderen zur Erinnerung bunt markiert. Viele kennen das noch anders. Grenzkontrollen, eine andere Währung, Überschreiten der Grenze nur an festgelegten Stellen. Oder sogar Grenzen, die man nicht einfach überwinden konnte. Leider finden sich auch aktuell noch Beispiele dafür, dass Menschen daran gehindert werden, ein Land zu verlassen – oder aber auch ein Land zu betreten. Innerhalb Europas wurden viele Grenzen abgebaut, um Europa herum werden die Grenzen dagegen höher.

In unserer GdG wollen wir Grenzen los werden, grenzenlos werden. Wir wollen die Grenzen des anderen respektieren, aber niemanden ausgrenzen. „Gnädig und barmherzig ist der Herr; groß ist seine Geduld und grenzenlos seine Liebe!" verspricht Psalm 145,8 (aus: Hoffnung für alle). Wer wollte da Grenzen ziehen und entscheiden, wer dazugehören darf?

Marion Grande, Gemeindeleitung

die tägliche Besinnung

Ich wünsche uns allen die tägliche Besinnung auf die grenzenlose Liebe Gottes zu allen Menschen. Sie schafft in uns Mut, Zuversicht und eigene Lebensfreude und damit innere Stärke, um Ärger, Sorgen und Nöten von uns und unseren Mitmenschen mit der notwendigen Freundlichkeit und Gelassenheit zu begegnen. Wir brauchen diese Stärke, um zur notwendigen neuen Belebung unserer kirchlichen Gemeinschaft beizutragen, um mitzumachen die Schöpfung zu bewahrenund um Frieden und Gerechtigkeit in unserer Welt zu schaffen.

für die Gemeindeleitung,
Martin Elixmann

Ein Jahr ohne Ostern?

Wieso denn? Denn es gibt Schokoladenhasen, den Osterbraten, Frühlingsblumen … Wem das reicht, der wird Ostern haben.

Vielleicht wohl? Denn es gibt keine gemeinsame Feier der Osternacht mit Feuer, Wasser, Osterkerze, Brot und Wein. Keinen gemeinsamen Weg vom Dunkel in das Licht, keine gemeinsame Erinnerung an einen befreienden Gott. Wer das sucht, der hat es schwer an Ostern.

Oder doch nicht? Denn Ostern ist nicht an eine Jahreszahl gebunden. Ostern ist das einmalige Fest, das unser ganzes Leben durchziehen will. Ostern ist das Wunder, das alles auf den Kopf stellt – radikaler noch als würden Flüsse rückwärts fließen.
Ostern ist die große Frage: Traust du Gott zu, dass er dem Tod seine vernichtende Kraft wegnehmen kann? Traust du Gott zu, dass er den Einen durch den Tod führt, um auch dir im Tod das Leben zu schenken? Traust du Gott zu, dass er das Leben schaffen kann, egal was passiert?

Ohne Ostern - niemals! Es gibt keine Zeit ohne Ostern. Denn es gibt keine Zeit ohne Gott.

Für die Gemeindeleitung: Josef Voß

Regenbogen

Der Regenbogen ist vor allem für die Kinder zum Symbol in Zeiten der Corona-Pandemie geworden. Wenn Kinder ihn malen und ins Fensterhängen, dann machen sie die Welt in diesen schwierigen Zeiten etwas bunter.

Für uns alle kann der Regenbogen Zeichen für die herausfordernde Verbindung vermeintlicher Gegensätze sein:
RegenbogenZuhause bleiben, ohne einsam zu sein.
Auf sich aufpassen, ohne andere zu vergessen.
Durchhalten, auch wenn es schwerfällt.
Familie und Freunde vermissen und neue Wege zu ihnen finden.
Sich auf ein Wiedersehen freuen, ohne die Geduld zu verlieren....

Ein herzliches Dankeschön an alle, die in den letzten Wochen kreative und neue Wege gehen und mit Podcasts, digitalen Impulsen und gestalteten Kirchenräumen einen bunten und hoffnungsvollen Bogen zwischen den Menschen unserer Gemeinden schlagen.

Für die Gemeindeleitung: Katja Thöneböhn

Das Fest fällt aus?

Eigentlich, ja eigentlich sollte Pfingsten 2020 ein ganz großes Fest gefeiert werden. Nein, ich denke jetzt nicht an das Ereignis, das wir jährlich wiederkehrend 50 Tage nach Ostern begehen. Das findet auf jeden Fall statt. Der Hl. Geist erkrankt nicht und muss auch nicht in Quarantäne.

Mit Pfingsten verbindet sich für mich noch etwas Anderes, etwas, das auch ganz viel bewegt hat und heute ein Teil der Geschichte Aachens und sogar weit darüber hinaus ist.

Denn in der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag 1845, also vor 175 Jahren, fand Gertrud Frank, eine gute Freundin der Aachener Fabrikantentochter Franziska Schervier, endlich den Mut, Franziska von einer nächtlichen Vision zu erzählen.

In dieser Pfingstnacht erfährt Franziska, dass der gegeißelte und geschundene Jesus von ihr die Gründung einer Gemeinschaft erwartet, um seine Wunden zu heilen.

Wenn auch nicht sofort, Franziska Schervier, von der Liebe zu Gott und vom Heiligen Geist erfüllt, kam diesem Auftrag nach. Wunden heilen – Gottes Wunden heilen – geht das? Es geht, indem wir die Wunden der Menschen heilen.

Können wir das?
Die Corona-Krise hat gezeigt, dass wir das können. Mit „wir” meine ich nicht die Schwesterngemeinschaft, sondern die Menschen, die in der Corona-Krise für andere da sind und „Wunden heilen” schon längst leben.

Das große Fest fällt nicht aus. Es findet anders statt: still und mit dankbarem Herzen.

Sr. M. Irmtraud Thurn SPSF

Gestatten Sie uns, dass wir lernen

Mann mit Schild: Gestatten Sie Dass Wir Lerner

„Gestatten Sie uns, dass wir lernen.“ Mit ähnlichen Worten reagierte in den letzten Wochen ein Virologe auf die kritischen Anfragen, warum nicht bereits viel früher dieses und jenes geschehen sei.

„Gestatten Sie uns, dass wir lernen.“ Wir haben in der vergangenen Zeit auch lernen dürfen, nämlich dass wir im „zu viel“ leben, im „zu viel“ an Terminen und Verpflichtungen, im „zu viel“ an Möglichkeiten und Aufgaben – im „zu viel“ an Auswahl und Gewohnheit, einfach im „zu viel“.

Gestatten wir uns selbst, dass wir lernen? Auch in der Kirche, in unserem Gemeindeleben kann und darf nicht alles so wieder werden, wie es war, und wie wir meinten, dass es so sein müsse. Wir dürfen gemeinsam trauern um die Dinge, von denen wir uns verabschieden müssen. Was war (uns) „zu viel“? Was muss anders werden?

Bevor wir nun wieder im Trubel des alltäglich Notwendigen versinken, sollten wir innehalten und unsere Lerntafel neu beschriften, füreinander gute Lernpartner sein und dafür sorgen, dass unser Lernen uns vorwärts bringt. Wie können wir jetzt die Botschaft Jesu leben und solidarisch handeln? Wenig kann da ganz viel bedeuten.

Gestatten Sie sich, dass Sie lernen. Ich versuche es auch.

Eine schöne Sommerzeit wünscht Ihnen für die Gemeindeleitung
Gerlinde Lohmann

Zwischen Sorge, Zuversicht und Vorsatz

Nach der Sommerpause startet das "normale" Leben neu. Doch was ist in diesem Jahr schon normal?

Mit Sorge sehe ich die Oberflächlichkeit von Menschen, die sich an Corona gewöhnt haben und das Virus verharmlosen. Die Masken sind lästig, der Mindestabstand verringert sich, Umgangsformen werden risikoreich…

Dennoch gehe ich mit Zuversicht in das zweite Halbjahr und stelle mich seinen Herausforderungen.

Ich nehme mir vor:

  • die nötigen Regeln einzuhalten
  • Kontakte zu pflegen, weil mich jemand braucht (und ich auch sie und ihn)
  • den Draht zu Gott nicht zu vernachlässigen
  • gewohnte Umgangsweisen zu hinterfragen
  • verantwortungsvoll Feste zu feiern
  • die Gemeinschaft der anderen Glaubenden zu suchen
  • die Gesundheit und Freiheit der anderen zu achten
  • die familiären Beziehungen achtsam zu leben …

Ich setze auf die Vorsichtigen und dennoch Mutigen, die mich stark machen für eine Zeit, die alles andere als normal sein wird. Und ich hoffe, dass ich in dieser Gruppe viele Christen treffe.

Für die Gemeindeleitung
Josef Voß