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Wahl Pfarreirat am 9./10. Nov. 2013

Ein - nicht ganz - neuer Rat
Wahlplakat 2013

Neben dem GdG-Rat wird am 9. und 10. November 2013 jeweils auch ein Pfarreirat gewählt. Der Pfarreirat knüpft an die Tradition des Pfarrgemeinderates an und ist doch neu. Der Name Pfarreirat macht deutlich, dass Pfarrei nicht nur die gottesdienstliche Gemeinde umfasst sondern auch die kirchlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Altenheime, Verbände und Initiativen. Der Pfarreirat wird in diesem kirchlichen Netzwerk zu einem wichtigen Knotenpunkt, der Erfahrungen bündelt und weitergibt insbesondere an den Rat der Gemeinschaft der Gemeinden, den GdG-Rat.

Der Pfarreirat ist die Stimme der einzelnen Pfarreien im Konzert der Zusammenarbeit aller sechs Pfarreien der Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Nordwest. Aufgaben, die die Pfarrei alleine ohne die Gemeinschaft bewältigen kann, sollen von dieser selbst erledigt werden. Damit ist das Grundprinzip der Gemeinschaft der Gemeinden, ist quasi die Verpflichtung für den GdG-Rat beschrieben, aus dem heraus der Handlungsrahmen des Pfarreirats erwächst.

Die Vielfalt der unterschiedlichen Stadtviertel von der Hörn bis Horbach, von Vaalserquartier bis Richterich und von Orsbach, Laurensberg bis Gut Kullen machen deutlich, dass die Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Nordwest ohne ortsnahe Bezugspunkte für die Menschen kaum mit Leben gefüllt werden kann. Es braucht auch den Pfarreirat, der in den einzelnen Pfarreien dem nachgeht, was die Menschen bewegt. Aus dieser Nähe zu den Menschen und der Kenntnis um die ortsspezifischen pastoralen und gesellschaftlichen Herausforderungen erwachsen seine originären Aufgaben. Der Pfarreirat kann sich um das Pfarrfest ebenso sorgen wie um das gottesdienstliche Leben der Pfarrei. Er wirkt mit an der Erstellung des Pastoralkonzepts der Gemeinschaft und sucht den Kontakt zu kirchlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen im Stadtviertel. Er arbeitet mit Initiativen und Organisationen am Ort zusammen und berät den Kirchenvorstand. Männer und Frauen aus der Pfarrei werden vom Rat zum Dienst als Kommunionhelfer, Lektoren, Leiter von Wort-Gottes-Feiern und Beerdigungen oder zur Übernahme anderer Dienste vorgeschlagen. Auf diese und andere Weise trägt der Pfarreirat in Zusammenarbeit mit der Gemeindeleitung „Verantwortung für die Entwicklung der pastoralen Grunddimensionen Verkündigung, Liturgie, Diakonie”, wie es in Ziffer 2 der Ordnung der Pfarreiräte heißt.

Dass diese Verantwortungsübernahme in enger Abstimmung mit dem GdG-Rat geschieht, ist nach der nunmehr langjährigen Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung für das kirchliche Leben in unseren Stadtteilen. Trägt der GdG-Rat Verantwortung für die Gemeinschaft als Ganzes, so übernimmt der Pfarreirat Verantwortung für das Leben in der jeweiligen Pfarrei. Auch wenn der GdG-Rat das Planungs- und Entscheidungsorgan in allen grundlegenden Fragen der Pastoral der Gemeinschaft ist und die Sorge besteht, dass über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden wird, eröffnen sich für den Pfarreirat vielfältige Möglichkeiten der aktiven Gestaltung des kirchlichen Lebens in der Pfarrei. Vor allem, weil es so möglich ist, „Gemeinde ganz nah bei den Menschen zu gestalten”, wie Andrea Petermann-Meyer sagt, die als Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Laurentius dem derzeitigen GdG-Rat angehört. „Durch die Pfarreiräte”, so Petermann-Meyer weiter, „gibt es nach wie vor Gremien, die auch ganz nah an den Pfarreien das Gemeindeleben gestalten können. Das ist mir auch für die Zukunft wichtig, weil ich glaube dass wir nicht nur mit einer Zentralisierung weiterkommen, sondern es muss auch Beziehung nach wie vor vor Ort möglich sein!”

Johannes Schnettler
(Fachreferent im Generalvikariat des Bistums Aachen)

Verweise auf Informationen des Bistums