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Orsbach, das kleine Dorf am Rande der Stadt

Panorama von Orsbach

Nur etwa 15 Autominuten von Aachen entfernt liegt Orsbach, die kleinste Pfarrei unserer GdG, umgeben von Streuobstwiesen, Höfen, Weiden und Feldern und mit einem atemberaubenden Panoramablick weit über die Landesgrenze hinaus. So mancher Orsbacher fühlt sich in dem etwas abgelegenen, hinter dem Schneeberg versteckten Örtchen wohl ähnlich „wie Asterix und Obelix in ihrem kleinen gallischen Dorf”.

Aber nun wollen wir mal nicht übertreiben. Denn immerhin sind unsere Straßen mittlerweile asphaltiert und es bedarf auch keines Zaubertrankes mehr, um fix von A nach B zu gelangen. Wir können schon telefonieren und auch das Internet hat bei seinem Siegeszug vor unserem Dorf nicht halt gemacht – allerdings äußerst rücksichtsvoll, um die ruhige ländliche Atmosphäre nicht zu stören – will heißen: so richtig schnell ist man nicht gerade unterwegs im Netz.

Von einem „altertümlichen” Charakter kann bei der Beschreibung unserer Siedlung also keineswegs die Rede sein, obwohl es hie und da noch Relikte aus längst vergangener Zeit zu bestaunen gibt. Die beiden gallischen Herren nebst Hund würden sich sicherlich in der Burg aus dem 15. Jahrhundert heimisch fühlen, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Pfarrkirche befindet. Klein aber fein thront sie da, unsere Kirche St. Peter, inmitten unseres, mit seinen knapp 400 Seelen personell relativ bescheiden aufgestellten, Örtchens. Zwar hat St. Peter noch nicht so viele Jahre auf dem Buckel wie der betagte Burg-Nachbar, allerdings durften wir 2014 immerhin 150-jähriges Jubiläum feiern.

Bei einer „Erstbegehung” des Ortes könnte sich der Gedanke aufdrängen, dass es in unserer Gemeinde – sagen wir mal – eher ruhig und bedächtig zugeht. So ist es auch – einerseits! Aber andererseits wiederum sorgen rührige Geister und fleißige Hände dafür, dass unser Dorfleben mitnichten eintönig ist. So steppt zwar nicht unbedingt der Bär, aber man versteht es, lieb gewordene Traditionen nachhaltig zu pflegen. Eine Fronleichnamsprozession, beispielsweise, gibt es noch immer bei uns; Jung und Alt versammeln sich um das Johannesfeuer und das Erntedankfest auf dem Vonderstein’schen Hof ist eine Selbstverständlichkeit. Und St. Martin reitet hoch zu Ross durch unser Dorf, begleitet von einer großen Gefolgschaft auch von außerhalb.

Neuerdings wälzen sich so um Weihnachten herum gefühlte Scharen von Menschen durch unser Örtchen, in den Händen eine Liste, die akribisch abgearbeitet wird. Es handelt sich dabei nicht etwa um Immobilienspekulanten, sondern vielmehr um die Resonanz auf eines unserer neueren Projekte, um den „Krippenwanderweg”. Dabei sind kunstvoll gestaltete Krippen zu bewundern, die über das gesamte Dorf verteilt sind.

Unsere Seniorinnen und Senioren können auf ein unterhaltsames und informatives Angebot zurückgreifen. Sei es z. B. der regelmäßig stattfindende "Erzählkreis" bei Kaffee und Kuchen, die alljährliche Gemeindefahrt oder diverse Informationsabende rund um das Thema: Älter werden in Orsbach. Im Übrigen besteht das Angebot eines regelmäßigen Senioren-Einkaufsdienstes, auf das jeder ältere Mensch, der in seiner Mobilität eingeschränkt ist, zurückgreifen kann. Unseren Jugendlichen bietet sich die Möglichkeit, mit professioneller Hilfe Lücken im schulischen Bereich aufzufüllen. Es gibt da noch mehr, was erwähnenswert wäre und was zur Bereicherung unseres Gemeindelebens beiträgt. Sportverein, Schützen, Maijungen, Initiative Orsbach u.a. … alle bemühen sich um ein ausgewogenes Raumklima.

All diese Veranstaltungen, Aktivitäten und die vielen unterstützenden Maßnahmen sind nur möglich, weil die Vereine, einzelne Gruppierungen und die Pfarre sich austauschen und Hand in Hand arbeiten. Für diese gesunde Kommunikation sind wir sehr dankbar.

Ach ja, und hin und wieder steppt dann doch noch der Bär bei uns, dann nämlich, wenn unsere Maijungen und die Schützen zum Tanze bitten oder – auch das ist schon bis weit vor die Dorfmauern gedrungen – wenn auf dem Obersten Hof wieder einmal die Post abgeht: Dann darf nämlich so richtig abgerockt werden beim „Rock-im-Hof-Festival”.

Aber, wissen Sie was? Kommen Sie doch einfach mal bei uns vorbei…

Text: Maria Uth, Foto: Sabine an Mey