• Menü
  • Nachrichten
  • Veranstaltungen
  • Nachrichten & Veranstaltungen
  • Seite

Projekte des Eine-Welt-Kreises

Unser aktuelles Projekt: Malawi

Organisation der Grund- und Sekundarschulbildung für Flüchtlingskinder und asylsuchende Kinder im Dzaleka Flüchtlingslager in Lilongwe

Überblick

Träger:

Kindermissionswerk – Die Sternsinger

Projektpartner:

Jesuit Refugee Service - Southern Afrika

Hilfe durch das Kindermissionswerk:

     264.200 Euro

Bisherige Beiträge von St. Sebastian:

Sternsinger:

  6.429 Euro

Eine-Welt-Kreis:

  7.571 Euro

Summe:

14.000 Euro

Die Mittel werden für folgende Aufgaben eingesetzt:

  • Medizinische Versorgung der Schüler
  • Anschaffung von Schreibutensilien, Schuluniformen und Lehrbüchern
  • Gehälter für Lehrer
Projekt-Details

Kriege, gewaltsame Konflikte und Armut sind Gründe, warum Familien ihre Heimatländer verlassen. Meist suchen sie Zuflucht und Schutz in den benachbarten Ländern. Ohne Auf­ent­halts­ge­neh­migung stranden sie jedoch in den Flüchtlings­lagern und hoffen, dass sie um­gesiedelt werden können. Viele Familien warten vergeblich.

Nordöstlich der malawischen Hauptstadt Lilongwe liegt das Flüchtlingslager Dzaleka. Etwa 16.000 Flüchtlinge und Asyl­suchende, die hauptsächlich aus Burundi, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo stammen, leben in dem Lager, das ursprünglich ein Gefängnis war.

Viele Familien haben in ihrer Heimat Gewalt und Krieg erfahren müssen und leiden deshalb unter den Folgen von Traumata.

In Dzaleka wohnen sie auf beengtem Raum mit fremden Menschen zusammen. Die hygienischen Ver­hält­nisse sind unzu­reichend und Prostitution, frühe erzwungene Eheschließungen, und Korruption nehmen zu. Damit versuchen die Menschen den Erhalt über­lebenswichtiger Güter wie Nahrungsmittel und Medika­mente zu sichern. Kinder und Jugendliche leiden am meisten unter den Verhältnissen, denn von Erlebnissen in ihrer Heimat geprägt, können sie sich in diesem Umfeld nur schwer erholen. Perspektivlosigkeit, Frust und Gewalt bestimmen ihren Alltag.

Eine sorgenfreie Kindheit bleibt den meisten verwehrt.

Um den Jungen und Mädchen eine Chance auf eine bessere Zukunft zu geben, hat es sich der „Jesuit Refugee Service”, unter der Leitung von Pater David Holdcroft SJ, zur Aufgabe gemacht, ihnen ein quali­tativ gutes Bildungsangebot anzubieten. Zurzeit sind 300 Vor-, 3.000 Grund- und 500 Sekundar­schulkinder zum Unterricht angemel­det. Rund 85 Kinder werden in einer Klasse unterrichtet – aufmerksames und erfolg­reiches Lernen ist so kaum möglich. Die Qualität der Schul­bildung liegt dem Jesuit Refugee Service jedoch be­sonders am Herzen. Deshalb kümmert sich dieser vor Ort um die Bereitstellung weiterer Klassenräume, stellt neue Lehrer ein und schafft gute Schulbücher an. Regelmäßige Weiterbildungen der Lehrer und weiterer Mitarbeiter qualifizieren die Schulbildung zusätzlich. Denn nur durch gute Schulbildung erhalten die Kinder die Möglichkeit auf eine Ausbildungsstelle und bekommen somit eine Perspektive für ihr Leben.

Darüber hinaus werden die traumatisierten Jungen und Mädchen betreut und beraten. Sie sollen ihre Ängste verlieren und Erlebtes verarbeiten können. Der Schulbesuch ist für die Kinder und Eltern ein Segen. Neben der wichtigen Ausbildung erhalten sie ein Stück Normalität in dem schwierigen und rauhen Alltag im Flüchtlingslager.

Abgeschlossene Projekte

Bisher wurden folgende Projekte unterstützt:

  • Umfriedung und Spiel- und Sportplatzaufbereitung des St.-Luigi-Scrosoppi-Zentrums in Bridgton, Oudtshoorn, Südafrika Die Oratorianer in Bridgton, Oudtshoorn, Südafrika betreiben das St.-Luigi-Scro­soppi­-Zentrum, ein Kinder- und Jugend-„Sorgcentrum”. Apartheid, Zwangsumsiedlung und Arbeitslosigkeit haben zur Verelendung der lokalen Bevölkerung geführt. Es gibt dort viele Probleme mit Kindern und Jugend­lichen. Viele sind TB- und/oder Aids/HIV-Waisen. Das Zentrum versucht, diesen Heranwach­senden Halt zu geben. Man kümmert sich um ihre Gesundheit, Ausbildung, um Kleidung und die Spiel- und Freizeit­gestaltung. Das genehmigte Projekt umfasst folgende Maßnahmen:

    • Umfriedung des Geländes
    • Anlegen von Grasflächen
    • Anlegen von Nutzgärten
    • Anlegen von Sportplätzen
    • Anlegen eines Spielplatzes für die Kleinen

    Der Eine-Welt-Kreis unterstützt einen Teil des Projektes mit 32.000,- Euro. Die Hilfe wird wie immer vom Kindermissionswerk koordiniert. Im Januar 2014 konnten 10.000,- Euro an das Kinder­missions­werk überwiesen werden. In Johannesburg wurde zusammen mit dem Kinder­missionswerk eine Überbrückungsschule für Flücht­lingskinder eingerichtet. In Johannesburg leben viele Flüchtlingskinder aus Burundi, dem Sudan, aus Kamerun, der DR Kongo und vor allem aus Simbabwe. Tausende Kinder leben in den Vororten und können wegen ihres Asylantenstatus keine Schule besuchen. Die Überbrückungsschule ist an eine Regelschule angegliedert. Sie heißt „Three2Six”, findet also zwischen 15:00 und 18:00 Uhr statt, wenn der reguläre Unter­richt abgeschlossen ist. Ziel ist es, die Kinder auf den Besuch einer regulären staatlichen Schule vorzube­reiten und damit zu integrieren.

  • Mitfinanzierung der Gehälter von Sozialarbeitern, die sich um die Straßen­kinder in Sao Paolo kümmern.
  • An der Nordküste von Madagaskar wurde der Bau einer Grundschule unterstützt, die besonders starke Mauern brauchte, um den stürmischen Winden dort zu trotzen.
  • In dem unwegsamen Gebirgstal von Ifakara in Tansania konnte ein Montessori-Kindergarten der Benediktinermission aufgebaut werden.
  • Im Norden Kenias wurde es dem Hirtenvolk der Pokots während einer Hungersnot aufgrund einer längeren Trockenperiode ermöglicht, Bohnen und Mais einzukaufen.
  • In Ruanda unterstützte der Eine-Welt-Kreis ein Projekt des Kinder­missionswerkes. Für 200 Kinder wurden Schreibmaterial und Schuluniform mitfinanziert.
  • Mit Hilfe der Sternsinger wurden drei Operationseinsätze auf den Philippinen von Aachener Ärzten der Hilfsorganisation „Interplast” ermöglicht. Dabei wurden jeweils 100 Kinder mit schweren Gesichtsmissbildungen, z.B. Lippen-, Kiefer-Gaumenspalten operiert, so dass sie danach wieder ein normales Leben führen konnten.
  • Aufbau einer Biogas-Anlage im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe” für die Gasversorgung der Krankenpflegeschule des Huruma Hospitals am Fuß des Kilimandscharo. Der Anstoß für die Unterstützung kam von Familie Wendt, Mitbegründer des Eine-Welt-Kreises. Sie hatten auf einer Afrika-Reise in Tansania die Schwestern von der „Lieben Frau vom Kilimandscharo” kennengelernt und beschlossen zu helfen.