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Besuche im Überangswohnheim

Aus dem gleichen Motiv wie die Sprachvermittler sind wir, mittlerweile 6 Frauen und 1 Mann, ins Übergangswohnheim an der Vaalser Straße gegangen. Dort leben ca. 25 allein stehende Menschen, zumeist junge Männer aus den unterschiedlichsten Nationen (Syrien, Irak, Eritrea, Pakistan, Bangladesh, Marokko...). Wir wollten die neuen Nachbarn willkommen heißen, sie kennen lernen und ihnen, wenn möglich, bei Problemen helfen.

Zunächst sind wir aber an den räumlichen Gegebenheiten gescheitert. Als einzigen Gemeinschaftsraum gibt es in dem Heim nur die Küchen, die aber in absolut desolaten Zuständen waren, so dass an ein gemütliches Zusammensein nicht zu denken war. Also haben wir erstmal die Küchen zum Teil mit Unterstützung der Stadt, aber auch in viel Eigenarbeit renoviert.

Mittlerweile sind sie gemütlich geworden und wir frühstücken dort jeden Mittwochmorgen von 9:00-11:00 Uhr mit den Bewohnern. Am ersten Montag im Monat sind wir auch nachmittags da.

Nach anfänglicher Skepsis sind mittlerweile viele persönliche Kontakte entstanden. Die Menschen erzählen uns von ihren Leben in ihrer Heimat, ihren Gründen für die Flucht, aber auch ihren Problemen hier. Daraus ergeben sich immer neue Aufgaben für uns. So waren wir z.B. mit einem jungen Mann beim Amt und haben bei der Eröffnung eines Kontos geholfen. Wir versuchen, die Flüchtlinge in Sportvereine zu vermitteln, helfen beim Umzug…

Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass neben diesen vielfältigen Aufgaben das gemeinsame Zusammensein und sich gegenseitig Kennenlernen enorm wichtig ist. Die Flüchtlinge erzählen uns von ihrer Heimat und wir versuchen ihnen Deutschland zu erklären. Und das geht auf Deutsch, Englisch, Französisch, mit Händen und Füßen oder mit Bildern aus dem Internet.