• Menü
  • Nachrichten
  • Veranstaltungen
  • Nachrichten & Veranstaltungen
  • Seite

2003 - Das Jahr der Bibel

weiterführende Seiten zum Thema Bibel:

Suchen. Und Finden

"Suchen und Finden" ist das Motto dieses Jahres der Bibel. Suchen ist zu einem Leitmotiv unserer Gesellschaft geworden. "Suchmaschinen" im Internet, Kontaktanzeigen in den Zeitungen....
In dieser Zeit der allgemeinen Suche nach Orientierung ist es das gemeinsame Anliegen der christlichen Kirchen, Werke und Verbände, die Bibel als Wegweisung zum Leben den Menschen in zeitgemäßen Formen neu zu erschließen. In den beiden Aachener Stadtteilen Horbach und Richterich bieten die evangelische Kirchengemeinde und die katholischen Pfarrgemeinden St. Martinus und St. Heinrich gemeinsame Veranstaltungen an. Wir möchten einladen, die Bibel auf verschiedene Art und Weise wieder neu zu entdecken durch Bibelwochen, Ausstellungen, Feste, Gottesdienste und kreative Angebote für Jung und Alt.

Gehen Sie mit uns gemeinsam auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der Biel. Vielleicht werden wir auf dieser Reise erkennen, wie sehr wir auch heute mit den uralten Worten gemeint sind.

Was ist das Jahr der Bibel?

Die verschiedenen christlichen Kirchen in Deutschland haben das Jahr 2003 gemeinsam zum Jahr der Bibel ausgerufen. Wie bei dem letzten Jahr der Bibel in 1992 finden auch dieses Jahr in vielen Gemeinden Veranstaltungen unter dem Motto. »Suchen. Und Finden« statt.

Dieses Motto möchte neu anregen, in der Bibel nach Antworten auf die Fragen des Lebens zu suchen -und zu finden - , sich wieder neu von dem Reichtum dieses Buches faszinieren zu lassen.

Richterich und Horbach haben sich Menschen aus der katholischen und der evangelischen Gemeinde zusammengefunden, die gemeinsam für die Bibel werben wollen. Wir möchten die Bibel wieder neu ins Gespräch bringen und auf ihre Bedeutung für unseren Glauben aufmerksam machen.

Wenn Sie mehr über das Jahr der Bibel erfahren möchten, schauen Sie mal bei einer unserer Veranstaltungen herein oder besuchen Sie die Jahr der Bibel Aktion im Internet unter www.2003dasjahrderbibel.de (leider zur zeit nicht aktiv)

Wie erfahre ich mehr über die Veranstaltungen?

Diese Broschüre haben wir zu Beginn des Jahres gedruckt, leider standen noch nicht alte Termine genau fest. Wir werden in den Gemeindebriefen der katholischen und Evangelischen Gemeinde im Laufe des Jahres noch mehr über die einzelnen Veranstaltungen berichten.

Ansonsten informieren Sie sich hier im Internet oder rufen Sie doch in einem der Pfarrbüros an:

  • St. Martinus, Horbacher Str. 52, 0241-9310020
  • St. Heinrich, Horbacher Str. 334a, 02407-3379
  • Paul-Gerhardt-Kirche, Schönauer Allee 11, 0241-173848
  • Evangelisches Pfarrbüro im Haus der Evangelischen Kirche, 0241-453-105

Bericht vom Ökumenischer Kirchentag in Berlin

Dieses Leitwort des ersten ökumenischen Kirchentages lockte uns – eine Gruppe von 23 Christen jung und alt aus unserer Pfarrgemeinde – nach Berlin.

Nachdem jeder sein Quartier – ob bei Freunden, Verwandten oder bei vom Kirchentagsbüro vermittelten gastfreundlichen und netten Menschen – gefunden hatte, begann das Abenteuer, aus der Fülle der rund 3500 Angebote das persönliche Segens-Programm zu finden. Inmitten von 200.000 Dauerteilnehmern und rund 250.000 Tagesgästen waren die Wege von und zu den Veranstaltungsorten in der Metropole Berlin zuweilen länger als man glaubte. Ein kaum beschreibbares Erlebnis waren indes gerade die vielen kirchentagsbegeisterten Menschen in all ihrer Verschiedenheit, die Begegnung mit der bunten religiösen Vielfalt, die ermutigenden Gottesdienste, die spannenden und bereichernden Gespräche und Diskussionen über Zeugnisse des Glaubens, über die Suche nach der Einheit der Christen, über unsere Verantwortung in unserer Welt... sowie das gemeinsame Singen oder gemeinsame Lachen – auch mal über uns selbst – oder zwischendurch die Rast bei wunderschönem Wetter irgendwo draußen. Der Kirchentag als eine spirituelle, religiöse Tankstelle.

So aufgetankt und vom Segen erfüllt tauchten wir wieder in den Alltag ein. Vielleicht gelingt es uns, durch persönliche Gespräche in unseren Gemeinden den Segen weiterzugeben, Neues zu entdecken und gemeinsam Glaubenswege zu beschreiten.

Im Brief an die Epheser heißt es:

„Gott hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.“

Wenn diese Zusage uns Christen ergreift, wird das auch ausstrahlen in die Öffentlichkeit unserer Gemeinden.

Schwester Christa Maria Plum Norbert Dreßen

2003, das war das Jahr der Bibel

2003 war das Jahr der Bibel unter dem Thema „Suchen und Finden“.

In diesem Jahr der Bibel konnten wir viele schöne Dinge durch die Bibel sehen, hören, erleben. Viele haben daran mitgearbeitet, dass unterschiedliche Berührungen mit der Bibel möglich waren.

Eine Erfahrungen zog sich durch die sehr unterschiedlichen Veranstaltungen: die Bibel berührt, stärkt, rüttelt auf, beruhigt mein persönliches Leben und das der Pfarrgemeinden. Diese alten Worte haben etwas mit heute und jetzt zu tun. 

Wünschenswert wäre es, wenn die Bibel auch in den kommenden Jahren weiter lebendig bleibt (nicht nur in den Gottesdiensten) oder noch lebendiger wird in allen verschiedenen Gruppen unserer Pfarrgemeinden und in unserem Alltagsleben.

Der  folgende Text von Wilhelm Bruners kann dazu Ermutigung sein:

Die Bibel

„Die Bibel ist ein Drehbuch, das du nur verstehst, wenn du mitspielst.

Es ist egal, welche Rolle du übernimmst, ob sie an der Rampe spielt oder im Hintergrund, ob du Held bist oder Gefangener, ob du schweigst oder redest, ob du deine Sätze noch weißt und heraussprudelst, oder ob du stotterst und an den Souffleurkasten gehen musst.
Eines erlaubt dir die Bibel nicht: die Rolle des Zuschauers!

Darin unterscheidet sie sich von allen Drehbüchern der Welt, die die Zuschauer brauchen, die zahlen und im Verdunkelten sitzen und sich ärgern oder gustieren.

Entweder du spielst mit oder du lässt sie ganz. Es ist vertane Zeit, sich mit der Bibel zu beschäftigen wie mit einem anderen Buch. Frage die Kunsthistorikerinnen. Lass dich belehren von den Exegetinnen, Exegeten oder Theologinnen und Theologen.

Du wirst nie erfahren, um was es geht, denn die Bibel versteckt ihr Wesen in all dem und führt dich hinters Licht, wenn du sie nur untersuchst.

Du machst ein paar interessante Beobachtungen und Vergleiche. Du erkennst ein paar Linien und Gegenlinien, du erkennst ihre Zeitverschiebungen und ihre scheinbare Handlungsebenen, aber ihr Geheimnis kennst du nicht. Du erkennst es nicht einmal, wenn du etwas über ihren Gott erfährst, der sich im übrigen sehr unterschiedlich darstellt und über den in Widersprüchen geredet wird: Feuer und Dunkelheit, Wolke und Fels, nah und fern.

Auch da führt sie dich in die Irre und zeigt dir nur die Schale, nicht den Kern, wenn du nicht mitspielst. Du beginnst die Bibel erst zu verstehen, wenn du Widerstand in dir gegen sie zu spüren beginnst. 

Mit der Bibel muss es dir gehen wie Jakob im nächtlichen Kampf. Du gewinnst sie nur für dich, wenn du gegen sie antrittst. Im Kampf mit den Rollen erst zeigt sie dir ihr wahres Gesicht. Halte sie fest bis ein Segen daraus wird; streite mit ihr, dann wirst du auch zärtliche Stunden mit ihr erleben, spiele das Spiel mit, das dich bis an die Grenze bringt, bis an die Grenze deiner Fassungskraft.

Versuche nicht zuerst, sie zu verstehen. Erst im Spiel, im Kampf, in der Berührung wirst du ihre Kraft ahnen. Aber halte dich nicht für zu klein und unbedeutend. Sie sucht die Auseinandersetzung mit dir und durch dich mit einer Welt, die ihres Wortes bedarf, ihres Einspruchs, ihrer Gottes- und Menschenrede.

Die Bibel hat keine Lösungen - weder für Gott noch die Welt.

Aber sie hat Bilder, prophetische und poetische Bilder, die dich einladen. Suche in ihnen deinen Platz und finde in ihr Worte für das unsagbare Geheimnis, das auch in dir lebt.”

 Wilhelm Bruners

Leserbeitrag

Im Rückblick auf das Jahr der Bibel schrieb uns Frau Erika Dankwerth, wie wichtig ihr die Bibel für ihr Leben sei, mit der Bitte den folgenden Text zu veröffentlichen:

Die Bibel
Dieses Buch enthält die Gedanken Gottes, den Zustand des Menschen, den Weg der Erlösung, die Verdammnis der Sünder und das Glück der Gläubigen. Seine Lehren sind heilig, seine Vorschriften bindend, seine Geschichten wahr und seine Entscheidungen unabänderlich. Lesen Sie in diesem Buch, um weise zu werden, glauben Sie daran, um sicher zu sein, und setzen Sie seine Lehren in die Tat um, um heilig zu werden. Es verbreitet Licht, um Sie zu führen, gibt Nahrung, um Sie zu nähren und spendet Trost, um Sie aufzumuntern. Es ist die Landkarte des Reisenden, der Stab des Pilgers, das Navigationsinstrument des Piloten, das Schwert des Soldaten und die Satzung des Christen.

Hier wird das Paradies wiederhergestellt, der Himmel geöffnet, und die Tore der Hölle werden überwunden. Christus ist das große Ziel dieses Buches, unser Gutes seine Absicht und die Herrlichkeit Gottes sein Zweck. Es sollte unser Gedächtnis ausfüllen, unser Herz bestimmen und unsere Füße leiten.

Lesen Sie es langsam, häufig und betend. Es ist eine Fundgrube des Reichtums, ein Paradies der Herrlichkeit und ein Strom der Freude. Es wird Ihnen zu Ihrer Lebenszeit gegeben, wird am Tag des Gerichts geöffnet, und man wird immer an dieses Buch denken. Es fordert die größte Verantwortung, wird die anstrengendste Arbeit belohnen und alle diejenigen verurteilen, die mit seinem heiligen Inhalt nachlässig umgehen.